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Die Belastung Angehöriger durch die Erkrankung der Betroffenen

Im folgenden geht es um die Belastung der Angehörigen durch die Erkrankung der Betroffenen.

Die Angehörigen können selbst durch die Erkrankung und den möglicherweise damit verbundenen Anforderungen belastet sein. Nicht selten kann es auch bei den Angehörigen hierdurch zu Schlafstörungen, Unruhe, Ängsten bis hin zu depressiven Symptomen kommen.

Es ist daher wichtig für sich Strategien zu entwickeln, die es einem ermöglichen, auch Zeit für sich zu haben. Es ist auch vollkommen gerechtfertigt, wenn Angehörige Grenzen setzen – dies selbstverständlich in einer freundlichen Form. Im Rahmen dieser Grenzsetzung können einfache Vereinbarungen bzw. Absprachen getroffen werden. Zum Beispiel können feste Zeiten für Gespräche vereinbart werden, die dann auch von beiden Seiten eingehalten werden.

Es ist wichtig, dass Grenzen und Absprachen gemeinsam getroffen werden und auch Rücksicht aufeinander genommen wird.

Das Ziel sollte sein, auch die eigene Gesundheit zu erhalten bzw. zu stabilisieren. Es sollten Maßnahmen ergriffen werden, um trotz der Erkrankung eines Familienmitgliedes eigene Bedürfnisse zu verwirklichen und sich eigenen Freiräume zu verschaffen.

Die emotionale Belastung kann verschiedenen Faktoren zugrunde liegen. Belastend kann schon die Tatsache sein, dass überhaupt jemand an einer schizophrenen Psychose erkrankt ist und das damit möglicherweise verbundene veränderte Verhalten der Betroffenen.

Auch die Reaktionen der weiteren Verwandtschaft und der Freunde auf die Erkrankung können je nach Charakter belastend sein. Weitere mögliche Faktoren sind die Reaktionen der Allgemeinheit, der Medien und der Professionellen, z.B. im Bereich der Psychiatrie.

Folgende Strategien sind möglich:

  1. Verändern der Erwartungen
  2. mit der Vertrauensperson sprechen
  3. sich etwas Gutes gönnen
  4. sich auf den Glauben besinnen
  5. Humor bewahren
  6. entspannende Aktivitäten
  7. über die Erkrankung sprechen
  8. Haushaltsregeln

Zusätzliche Unterstützung können Angehörige z.B. über Angehörigengruppen und Selbsthilfegruppen erhalten.

Weitere Informationen finden sich auch hier: Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen und andere Selbsthilfeverbände.

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