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Informationen für Kinder von Betroffenen

Im Folgenden finden sich Informationen für Kinder von Betroffenen. Speziell für Kinder bereitgestellte Informationen finden sich auf der FIPPS Kids Seite.

Die Kinder der Betroffenen sind durch die Erkrankung ihrer Eltern besonderen Belastungen ausgesetzt. Neben finanziellen Schwierigkeiten – z.B. durch Erwerbslosigkeit bzw. –minderung ihrer erkrankten Eltern(teile) – fehlen ihnen wichtige Bezugspersonen und das Risiko einer zusätzlichen Diskriminierung bzw. Isolierung ist erhöht.

Darüber hinaus verstehen die Kinder möglicherweise das Verhalten der erkrankten Eltern(teile) nicht. Erschwerend kann hinzukommen, dass die Kinder ihren Eltern(teilen) gegenüber Schuldgefühle entwickeln. Nicht selten gehen die Eltern davon aus, dass sie „alles allein schaffen müssen“ – aus Angst, dass ihnen das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen wird. Diese Sorge kann sich auf die Kinder übertragen, sodass diese sich weiter zurückziehen und die Isolation zunimmt. 

Sie fühlen sich verloren, da sie das Verhalten ihrer Eltern(teile) nicht verstehen (können), sind isoliert, da sie das Gefühl haben, sich wegen ihrer Sorgen an niemanden wenden zu können. Hinzu kommen die Sorgen, dass auch sie erkranken könnten. Das Risiko selbst an eine schizophrene Psychose zu erkranken ist zwar erhöht. Eine genetische Veranlagung führt nicht zwingend zur Erkrankung. So können protektive Faktoren, die die Bewältigungsstrategien fördern, den Ausbruch verhindern.  

Speziell für Kinder bereitgestellte Informationen finden sich auf der FIPPS Kids Seite.

Um die Gesundheit der Kinder sicherzustellen und auch andere negative Folgen zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass die Betroffenen adäquat behandelt sind, dass die Kinder ausreichend über die Erkrankung informiert sind, und dass der gesamten Familie sowohl therapeutische als sozialpädagogische Unterstützung zur Verfügung gestellt werden. 

Möglich ist dies z.B. durch aufsuchende Familientherapie, die eine systemische Familientherapie direkt im Haushalt der Familie ermöglicht. Andere Angebote beinhalten eine Tagespflege für die Kinder aber sozialpädagogische Familienhilfen. Auch kann es sinnvoll sein, dass Personen, die sonst auch Bezugspersonen für Kinder sind – wie beispielsweise LehrerInnen, ErzieherInnen und ÄrztInnen – als unterstützendes Netzwerk hinzugezogen werden. 

Weitere Informationen können hier eingeholt werden: 

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